Wettfonds

Ein "Investmentfonds" für Sportwetten-Fans

Detailanalyse: Was war los im September?

Natürlich wurmt es uns Fonds-Manager, dass wir im September so deutlich in den roten Zahlen gelandet sind. Aber wie im Sport sind gerade Phasen, in denen es schlecht läuft, die beste Zeit um Fehleranalyse zu betreiben. Dabei möchten wir den CLASSIC LIGHT-Fonds aus verschiedenen Gründen nicht mehr einbeziehen. Das wichtigste Argument ist, dass wir diese Variante ohnehin nicht weiter spielen werden. Für den „Classic“-Fonds ergeben sich allerdings spannende Erkenntnisse.


Wettfonds „Classic“: Tag für Tag

TAG Einsatz Ergebnis Plus/Minus
5.9. 180 101,30 -43,72%
6.9. 180 95,80 -46,78%
7.9. 120 75,00 -37,50%
8.9. 140 147,50 5,36%
9.9. 170 142,50 -16,18%
10.9. 120 61,00 -49,17%
11.9. 90 93,70 4,11%
12.9. 160 141,30 -11,69%
13.9. 130 91,00 -30,00%
14.9. 110 129,50 17,73%
15.9. 140 220,90 57,79%
16.9. 170 165,00 -2,94%
17.9. 160 63,50 -60,31%
18.9. 140 168,70 20,50%
19.9. 150 219,80 46,53%
20.9. 150 163,50 9,00%

Schon diese Aufstellung liefert eine erste ganz wichtige Antwort auf der Suche nach das Hauptproblem bestand. Nämlich in den ersten sechs Tagen. Hätten wir den Fonds einfach vom 11.9. bis zum 20.9. laufen lassen, wären wir bei 4 % Plus gelandet – ein typisches Wettfondsergebnis bei zehn Tagen Laufzeit. Auch innerhalb dieser Periode gab es zwar vereinzelt „schwarze Tage“, die gehören bei unserem Hobby aber stets dazu.

Die Pesttage genauer betrachtet: Länderspiele als Ursache?

Von den Wochentagenher war der fragliche Zeitraum absolut durchschnittlich: Der erste Fondstag, der 5.9., war ein Samstag, die sonst so ertragreich waren. Der letzte Pesttag war ein Donnerstag, der 10. September. Bemerkenswert ist allerdings, dass in diesem Zeitraum überwiegend Länderspiele der WM-Qualifikation sowie der U21-Länderteams getippt wurden. Ich habe mir mal die Referenzdaten aus dem August angeschaut, als der vorangegangen Spieltag der Qualifikation getippt wurde. Hier das Ergebnis:

Tagesbilanz 12.08.: 140 Euro Einsatz, 96,10 Euro Ergebnis (- 31,36 %)

Doch so einfach ist es leider nicht: Das klare Minus hatten an diesem Tag gerade nicht die Qualifikationsspiele gebracht.

Bleiben also noch die Tipper und ihre Picks, die während der Pesttage das Portfolio gebildet haben. Hier die Gewinn- und Verlustrechnung aller im Fonds gespielten Mitspieler zwischen dem 5.9. und dem 10.9.:

JoePepiJoe +27,7
Lampard + 11,3
McWinner +8,3
MUFCDave +5
BillyBalboa +5
JuXi -5,5
Hannoversaray -10
dryman -12,7
erzenn_chelsea -13,5
cateyesangel -14
viplay857 -20
brasko -20
hherjung -20
marinjo -40
Django -40
xhafer7 -40
Bevore -46,5

Die Fluktuation ist nicht besonders groß (bei 17 Tippern). Es fehlen die Spitzenwerte (bislang war das einer unserer Ergebnistipper) und am Ende sind gleich vier Tipper mit signifikant negativen Werten. Wie sind sie in die Top 10 gekommen?

marinjo -40 (hat am 5.9. ein Tagesplus von 79 Einheiten geschafft und ist dadurch hoch in die Top 10 eingestiegen und hat danach keinen richtigen Tipp mehr gehabt)
Django -40 (hat am 6.9. eine hohe Quote getroffen, hatte aber innerhalb nur eine kleinere Quote getroffen)
xhafer7 -40 (Hatte am 1.9. zwei richtige Satzwetten beim Tennis, innerhalb der Fondszählzeit keine Treffer)
Bevore -46,5 (Hatte bis zum 4. die Hälfte seiner Tipps richtig und hatte dann offenbar einfach eine Pechsträhne, da er weder riskanter getippt hat noch auf andere Ereignisse)

Daraus ist wenig abzulesen. Klar, alle vier Spieler haben meines Wissens nach bislang noch nie am Ende des Monats in den Top 10 gestanden. Doch dies kann auch kein Kriterium sein, alleine schon wegen der neuen Mitspieler, die dazu kommen. Eher sehe ich das Problem darin, dass diese Spieler sich im September noch recht lange in den Top 10 halten konnten, weil einfach zu wenige von hinten nachgerückt sind.

Meine persönliche Einschätzung:
Eine belastbare Sicherheitsmaßnahme gegen solche Pesttage sehe ich momentan innerhalb des Fondskonzeptes nicht. Der einzige Ansatz ist aus meiner Sicht, auch den Start des Classic-Fonds nach hinten zu verschieben. Doch dass ziehen wir erst in Erwägung, wenn auch der Oktober ein solches Bild bietet.

2 Antworten zu “Detailanalyse: Was war los im September?”

  1. VitoAndolini sagt:

    Eine unserer theoretischen Ausgangsüberlegungen für die Wettmodelle war, dass wir uns auf den „Lauf“ bestimmter Tipper stützen und ihre Tipps nachspielen, sobald diese Tipper zu den zehn erfolgreichsten Usern auf Wett.info im gegenwärtigen Spielzeitraum gehören.

    Ich habe mir vor allem die ersten zehn Tage der Classic-Variante für diesen Monat angeschaut und Folgendes festgestellt: gerade zu Anfang des Spielzeitraums sind Tipper in die Auswertung reingerutscht, die zuvor zwei oder drei Spiele mit sehr hohen Wettquoten richtig vorhergesagt haben und damit in den TopTen gelandet sind. Allerdings sind diese Tipps eben NICHT in die Auswertung eingeflossen. Nachdem diese Spieler nun in den TopTen verzeichnet waren, traffen sie nichts mehr, weil ihre Strategie darin bestand, gezielt die hohen Quoten anzuspielen, die man bekanntlich nicht mit jedem zweiten abgegebenen Tipp trifft. Ihr Ertrag war allerdings hoch genug, um sich mehrere Tage in den TopTen zu halten. So bescherten sie dem Wettmodell effektiv Verluste statt Gewinne.

    Dies ist natürlich nur eine Teilerklärung für das Negativergebnis in diesem Monat, weil meine Beobachtung nur einen Teil der herangezogenen Spieler und Spieltage berücksichtigt.

    Ich wäre aber dennoch auch dafür, den Start der Classic-Variante um drei, vier oder fünf Tage nach hinten zu verschieben, damit sich im laufenden Spielzeitraum die Spreu vom Weizen trennt.

    Effektiv kann man solche „Phänomene“ nicht verhindern, da keiner voraussagen kann, ob und wie lange der Lauf eines Spieler anhält oder nicht.

    Die größte Überraschung für mich ist aber, dass die Tipper im Juli und August solch hohen Gewinne erzielen konnten, obwohl es in diesem Zeitraum keinen Spielbetrieb in den europäischen Fußball-Top-Ligen gab. Ich gehe davon aus, dass gerade die Ausgeglichenheit der Bundesliga und der 2. Bundesliga auch in Zukunft so manchem Tipper Kopfschmerzen bereiten wird. Das Gleiche kann wohl auch für die Champions League und vor allem für die Europaliga gelten, wo die Klassenunterschiede wirklich minimal sind – siehe die Packung für den HSV in Wien. Wien hat zuvor sogar Aston Villa ausgeschaltet. Das alles macht das Tippen nicht einfacher.

  2. dryman sagt:

    Also da ich ein User bin der eher die höheren Quoten anspielt aufgrund meiner Vorliebe für Ergebnisstips fühle ich mich nat. z.T. durch die Erklärung Vito Andolinis angesprochen. Nun hab ich mir mal meine Ergebnisse für September angesehen da das am naheliegensten war und bin zu folgendem Schluß gekommen:
    Gewinndarstellung
    1. = nix 12. = nix
    2. = 31 13. = nix
    3. = nix 14. = nix
    4. = 50 15. = 75
    5. = 80 16. = 170
    6. = nix 17. = 24
    7. = 20 18. = nix
    8. = 24 19. = 60
    9. = 43 20. = nix
    10. = nix 21. = nix
    11. = 60 22. = 160

    Man sieht das ich ca spät. jeden 2. Tag eine gute Quote treffe, tw. sogar öfter. Leider gab es 2 Schwächephasen 12. – 14. und 20. – 21. in denen keine Gewinne erzielt wurden.
    Das Problem war das an den beiden Tagen mit den größten Gewinnen (jetzt nur in meinem Fall betrachtet) 16. = 170 und am 22. = 160 ich zum einen nicht (durch oben erwähnter Schwächephase die mich für glaube 2 Tage aus den Top 10 warf) in den Top 10 vertreten war und zum anderen die Wertung der relevanten Tips nur bis zum 20. eines Monats erfolgt!
    Masterhilde zb hatte eine Schwächephase von 06. – 09- die Ihm seinen Platz in den Top 10
    kostete und den er sich in folgetagen erst zurück erarbeiten mußte, ansonsten wirft dieser User ziemlich beständig täglich einen Gewinn von ca 20 ab (der Einsatz ist dabei schon abgezogen) was einfach klasse Werte sind!
    Denke das schlechte Monatsergebniss ist eher auf unglückliche Phasen bzw Schwächeperioden einzelner zurück zuführen und dabei sind nicht nur masterhilde oder ich gemeint.
    Wäre schön wenn ihr user euch an der Diskussion beteiligt unter http://www.wett.info/diskussion.aspx ,dort unter dem Thema: Wettfonds – Kommentare und Anregungen

    Ganz wichtig, bei meiner meinung hier ging es nicht um Selbstverherrlichung oder Eigenlob,
    fand es nur am Naheliegensten meine eigenen monatsergebnisse als beispiel zu nehmen!
    Gruß Dryman

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