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Sympathisch verworren – Interview mit Köbes

Er ist mittlerweile einer der dienstältesten User auf wett.info und er hat die Rangliste in der ersten Jahreshälfte nachhaltig geprägt. Die Rede ist von Köbes, unserem John Katzenbach der Südostasien-Analysen. Seine Picks sind oft exotisch, seine Analysen gespickt mit mysteriösen Andeutungen. Und wer nachrechnet, wird feststellen, dass Köbes ziemlich sicher unter den Top 10 jedes Monats wäre, wenn er statt der Ergebnis-Tipps auf Dreiweg-Wetten setzen würde. Im ausführlichen Interview mit dem Fondsblog erklärt der Meister seine Intentionen, lobt die Fondsidee und macht eine schockierende Ankündigung!

Fondsblog: Zunächst möchten wir herzlich gratulieren, du hattest gerade dein „Einjähriges“ auf wett.info. Am 02.11.2008 hast du deinen ersten Tipp abgegeben, Dorados gegen Colima. Wie bist du auf wett.info gekommen?


Köbes:
Eigentlich ganz einfach. Ich habe das Internet durchgeforstet, wurde neugierig und bin auf „ Besser Wetten in sieben Tage“ gestossen. Das habe ich mir reingezogen, wusste mit meinen wettenden Gästen besser umzugehen und habe mich entschlossen mitzumachen.
Aber auch „Das 1X1 der Sportwetten“ aus dem Verlag für die deutsche Wirtschaft habe ich vorher gelesen.

Fondsblog: Seit wann faszinieren dich Sportwetten?


Köbes:
Ich war ein junger Kellner und hatte jeden Sonntag unweit einer Rennbahn Gäste, die garantiert nur Pferde aus „Brehms Tierleben“ kannten. Sie hatten von dem Sport also keine Ahnung, aber es wurde gewettet und ich habe massenweise Banderolen zusammengefegt.

Fondsblog: Wer deine Analysen kennt, muss zu dem Schluss kommen: Köbes ist ein polyglotter Mann. Oder hilft dir der Google Translator bisweilen?


Köbes:
Google Translator benutze ich oft, aber wer denkt daraus Schlüsse zu ziehen, liegt falsch. Ich freue mich aber immer über die wörtlichen Übersetzungen und habe keine Scheu sie hier zu gebrauchen. Ich war schon in vielen Ländern, und denke vieles zu verstehen, aber nicht aus der Sprache allein heraus, liege also nicht nur am Strand. Bin in Bangkok schon mal auf einem Moped gefahren und in New York im Taxi mit Colt. Wurde auch schon auf dem Bosporus als Entführter befreit.

Fondsblog: Dein Benutzername „Köbes“ heißt so viel wie Kellner. In der Selbstbeschreibung auf deinem Profil steht: Gastwirt, der genau aufs Geplapper seiner Gäste hört. Fallen da tatsächlich mal Inspirationen für dich ab?


Köbes:
Ja auf jedem Fall. Es gibt genügend Fans einer Mannschaft, die eben die Realität vergessen. Wenn man dann genaue Recherchen macht, stimmt auch das Ergebnis.

Fondsblog: Du bist in jeder Hinsicht einer der besonderen Mitspieler in unserer Community. Deine Analysen sind stets ausführlich, enthalten oft komplexe Metaphern und ironische Querbezüge. Wieso machst du dir soviel Mühe?


Köbes:
Ich fühle mich jung und bin gegen blöde Fussballer, die nicht einmal das Land, geschweige denn die Bevölkerung, ihres Tipps kennen.

Fondsblog: Du tippst gerne auf exotische Ligen wie Singapur, Australien oder Südafrika. Schaust du dir die Spiele denn auch via Satellit oder Livestream an?


Köbes:
Ich bin zeitlich sehr eingeschränkt und diese Spiele passen genau rein, so dass ich sie auch gucken kann. Als Zocker darfst du in Singapur kein Auge auf das Spiel verschwenden, du musst die Spieler kennen, aber viel wichtiger ihre Brötchengeber. Sie spielen eigentlich sehr guten Fussball, aber das Niveau wird ausschliesslich durch den Ausländeranteil bestimmt.

Fondsblog: In den ersten Monaten dieses Jahres hast du mit beinahe unheimlicher Sicherheit Ergebnisse – vor allem in Singapur – vorher gesagt und warst zwei Mal hintereinander auf Platz 2 in der Quartalswertung. Danach lief es nicht mehr ganz so gut. Wie erklärst du dir das?


Köbes:
Pech wäre das falsche Wort, aber die tendenziellen Ergebnisse waren zumindest fast immer richtig. Ich bin nicht in diesem Forum um der Sieger zu sein, sondern es macht mir Spass.

Fondsblog: Hast du schon mal daran gedacht, etwas weniger riskant zu tippen oder mit dem Analysen schreiben aufzuhören?


Köbes:
Ja, im Dezember, dann werde ich Monatserster, mit ganz knappen Analysen!

Fondsblog: Die Seite ist bekannter geworden, viele einstmals sehr gute Tipper wie Chefschweißer, cevin25 oder Hannoversaray sind nicht mehr dabei. Wie beurteilst du die Entwicklung von wett.info?


Köbes:
Ich denke wir alle müssen lernen, Leute, die im Grunde genommen nicht zu uns passen, zu ignorieren. Mir macht es einfach Angst, dass einige sich nicht mal schämen, den Gewinn an erster Stelle zu nennen. Zu den Ausgeschiedenen kann ich nur sagen: Überlegt es Euch noch mal! Ich glaube, – natürlich mit Einschränkungen – müssen wir als User und Spieler diese Seite vorantreiben. Ich bin der Überzeugung, und das ist wiederum die Ironie, wir können unseren Gegnern (Bookies) mit unseren Analysen noch viel mehr rauslocken. Hans und seine Crew sind schon Spitze.

Fondsblog: Unserem Fonds standst du zumindest anfangs etwas skeptisch gegenüber. Wie beurteilst du die Idee und ihre Entwicklung?


Köbes:
Die Idee habe ich schon immer für gut befunden. Aber das solche Typen wie ich da mit reinkommen, halte ich für falsch. Ich setze mich dadurch selbst unter Druck und verliere letztendlich gegen Flachzangen, die sich ihrer Verantwortung nicht bewusst werden.

Fondsblog: Wie sähe dein optimales Fondsmodell aus?


Köbes:
Lasst es so wie es ist, nicht umsonst muss Getreide gedroschen werden, bevor man Brot backen kann. Vielleicht machen wir, wenn die Spreu weg ist, sogar Kohle draus.

Fondsblog: Oft genug hast du durchblicken lassen, wieviel Erfahrung du beim Tippen hast. Könntest du zum Abschluss Tipp-Neulingen noch einen guten Rat geben?


Köbes:
Solange es euch Spass macht und ihr nicht eurer Mama das Geld klaut macht weiter. Es ist nach der Börse das zweitgrösste Geschäft. Aber ich sage euch als Raucher Zigaretten waren irgendwann für die Volksbildung gesund. Damit meine ich, setzt euch mit den Spielen vor Tippabgabe auseinander.

Fondsblog: Köbes, wir danken für dieses Gespräch!

2 Antworten zu “Sympathisch verworren – Interview mit Köbes”

  1. dryman sagt:

    Ansprechendes Interview mit einem der sympatischsten User hier!

  2. Blairwitch sagt:

    „Bin in Bangkok schon mal auf einem Moped gefahren und in New York im Taxi mit Colt. Wurde auch schon auf dem Bosporus als Entführter befreit.“

    :))) Zu Gut!

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